von der BJÖRN STEIGER STIFTUNG
Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Er kann überall auftreten und jeden treffen. Betroffene sterben oft vor allem deshalb, weil ihnen nicht rechtzeitig geholfen wird, bevor Notarzt oder Rettungsdienst vor Ort sind.
Je früher mit der Reanimation begonnen wird, desto höher sind die Überlebenschancen. „Das beherzte Eingreifen von Laien ist also absolut entscheidend! Deswegen ist es ein klarer Vorteil, wenn möglichst viele Menschen in Wiederbelebungsmaßnahmen ausgebildet werden – auch Kinder und Jugendliche.“, so die Stiftung.
Mehr zum Projekt
„Herzsicher in der Schule“ (vormals „Retten macht Schule“) startete 2009 als Pilotprojekt in Berlin. Seit 2026 gibt es „Herzsicher in der Schule“ auch an der Realschule Vechelde. Wiederbelebungskurse werden einmal pro Schuljahr als Doppelstunde von qualifizierten Lehrkräften unterrichtet. Die Björn Steiger Stiftung konnte mit „Herzsicher in der Schule“ maßgeblich dazu beigetragen, dass Jugendlichen in Reanimation ausgebildet werden. „Unsere Schule bekam dafür von der Stiftung kostenlos Wiederbelebungspuppen, eine Erste-Hilfe-Tasche, sowie einen Defibrilator plus Defi-Übungsgerät. Diese gute Ausstattung kommt ebenso unseren Schulsanitätern zugute, die ihr Wissen damit in der AG regelmäßig auffrischen können.“, erklärt Realschullehrerin Karin von Conradi.
GESCHICHTE der Björn Steiger Stiftung
Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wird der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Trotz der sofortigen Alarmierung von Polizei und Rettungsdienst dauert es fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintrifft. Während der Fahrt kann Björn nicht behandelt werden, da der Wagen nur mit einem Fahrer besetzt und kein Sauerstoffgerät an Bord ist. Björn stirbt am 3. Mai 1969 auf dem Weg ins Krankenhaus an einem vermeidbaren Schock.
Anstatt in ihrer Trauer zu verharren, beschließen Björns Eltern Ute und Siegfried Steiger, sich für die Verbesserung des Rettungswesens in Deutschland einzusetzen. Zwei Monate nach dem Tod ihres Sohnes gründen sie daher gemeinsam mit sieben Freunden die Björn Steiger Stiftung, um anderen Menschen in Notfällen eine bessere Überlebenschance und Versorgung zu ermöglichen.
Viele Errungenschaften des deutschen Rettungswesens gehen seither auf die Björn Steiger Stiftung zurück. Dazu gehören beispielsweise die Einführung der Notrufnummer 110/112 sowie die Gründung und Aufbau der Deutschen Rettungswacht (DRF).
